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Dein Hund hat Leishmaniose? Keine Panik!

Foto: Alexandra Carstens
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Ein Gastbeitrag von Antje Schnitzler

Zum ersten Mal gibt es bei Herzenshund kerngesund einen Gastbeitrag.
Die liebe Antje von hundefutter-vergleich24.de ist auch Heilpraktikerin und legt genau wie ich größten Wert auf die gesunde und artgerechte Ernährung der Hunde.
Im folgenden Blogbeitrag beleuchtet sie die Leishmaniose beim Hund, eine Erkrankung die mittlerweile recht häufig auch in Deutschland vorkommt.
Ich freue mich sehr, dass ich ihren Beitrag hier veröffentlichen darf.


Leishmaniose – was ist das?

Die Leishmaniose zählt in Deutschland zu den häufigsten Reiseerkrankungen beim Hund.
Diese Infektionskrankheit wird durch Leishmanien über Sandmücken oder Schmetterlingsmücken verbreitet.
Diese Insekten kommen bisher meist nur in südlichen Klimazonen vor.

Eine Infektion mit Leishmaniose geschieht schnell bei Tieren die die Grenze passieren, sei es wegen Urlaub, oder aus anderen Gründen, wie Tiervermittlung aus dem Ausland.
Es ist eine heimtückische Krankheit die zu den Zoonosen zählt, was bedeutet, dass die Krankheit, im Gegensatz zu vielen anderen Hundekrankheiten, auch auf den Menschen übertragbar ist.
Umso erschreckender ist die Tatsache, dass viele Tierärzte mit der Leishmaniose nur ungenügend Erfahrung aufweisen.
Im folgenden Text erfahren Sie wie Leishmaniose übertragen wird, welche Symptome sie hervorruft, wie sie zu behandeln ist und noch einige andere interessante Hinweise zur Leishmaniose sollen Ihnen erläutert werden. 


Wie infiziert sich Ihr Hund mit Leishmaniose?

Bei Leishmanien handelt es sich um einzellige Blutparasiten, die über Sandmücken oder Schmetterlingsmücken durch einen Stich in den Blutkreislauf Ihres Hundes gelangen und sich von dort in Zellen von Knochenmark, Leber und Milz einnisten.
Da im Knochenmark die weißen Blutkörperchen gebildet werden die zum Aufbau des Immunsystems notwendig sind, ist es besonders gefährlich, wenn Leishmanien sich dort einnisten.
Sie vermehren sich dann innerhalb der weißen Blutkörperchen.
Die Sandmücke nimmt diese Blutkörperchen beim Stich auf und die Leishmanien werden wieder beweglich und wandern unter anderem in den Speichel der Mücke, von wo aus sie bei einem erneuten Stich auf den Hund oder den Menschen übertragen werden und diesen mit Leishmaniose infiziert.
Sandmücken und Schmetterlingsmücken kommen hauptsächlich in südlichen Klimazonen vor.
Sandmücken wurden jedoch auch schon in Deutschland gesichtet.

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Foto: pixabay.com – 631372


Leishmaniose kann auch direkt über Blutkontakt übertragen werden. Somit wird jeder mit Leishmaniose infizierte Hund zu einer potentiellen Gefahr für den Menschen.
Durch offene Wunden können die Leishmanien auch in den menschlichen Kreislauf gelangen.
Es versteht sich von selbst, dass mit Leishmaniose infizierte Tiere niemals zur Blutspende gebracht werden sollten!
Leishmanien können sich laut einer Studie auch im Placentagewebe einnisten, was zur Folge hat, dass bei einer Geburt 50% der Welpen ebenfalls mit Leishmanien infiziert sind.
Der Titer der infizierten Welpen kann jedoch wieder auf Null zurück gehen. Dennoch ist es ratsam mit Leishmaniose infizierte Hündinnen nicht decken zu lassen, um eine Verbreitung der Leishmaniose zu verhindern.
Aber auch Rüden mit Leishmaniose können diese übertragen.
Leishmanien haben sich im Genitalgewebe eingenistet und sind auch im Sperma nachzuweisen.
Eine Übertragung bei einer Paarung wäre daher durchaus nicht auszuschließen und die Verpaarung sollte deshalb vermieden werden.
Da weder im Kot, Speichel oder im Urin eines Hundes Leishmanien nachgewiesen werden konnten, ist eine Ansteckung mit Leishmaniose im normalen Alltag beim Spielen oder Kuscheln vollkommen ausgeschlossen. Eine Untersuchung ergab, dass Leishmanien bei oraler Aufnahme über die Verdauung vernichtet werden und somit keine Gefahr darstellen.
Eine Ansteckung mit Leishmaniose erfolgt lediglich über direkten Austausch von Körperflüssigkeiten.
Das Heimtückische besteht darin, dass die Leishmaniose oft erst sehr viel später zum Ausbruch kommt. 


Symptome der Leishmaniose

Da die Leishmaniose gerade zu Beginn sehr unspezifische Symptome zeigt, wie Müdigkeit, Fieber, Durchfall und Gewichtsreduktion, wird sie selten frühzeitig erkannt. Die Symptome der Leishmaniose treten schubweise auf, sie kann aber auch symptomlos beginnen.
Erst im weiteren Verlauf kommt es zu typischen Symptomen für Leishmaniose wie geschwollene Lymphknoten, Haarausfall, Druckempfindlichkeit des Bauches und einem schuppigen Hautausschlag, vorwiegend am Nasenrücken, den Ohrspitzen und um die Augen des Hundes.
Eine Verbreitung des Ausschlags auf den gesamten Körper des Hundes ist durchaus möglich. 


Die Therapie bei Leishmaniose

Ein Hund mit Verdacht auf Leishmaniose gehört unbedingt in die Hände eines Fachmanns, zum Tierarzt.
Nur dieser ist in der Lage, die nötigen Medikamente (Allopurinol) zu verschreiben, um die Symptome der Leishmaniose zu lindern.
Leider führen diese Medikamente auf Dauer zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Harnsteine.
Daher ist es dann wichtig, die Ernährung des Hundes auf purinarme Ernährung umzustellen.
(Das bedeutet vereinfacht gesagt: weniger Fleisch, mehr Gemüse. (Anm. der Bloginhaberin))
Desweiteren sollten Sie Ihren mit Leishmaniose infizierten Hund während der Therapie regelmäßig Blutuntersuchungen unterziehen, um Organwerte, Eiweiß, Elektrophorese und Urin unter Kontrolle zu behalten. Ein großes Blutbild sollte anfangs alle drei Monate, später alle sechs Monate erfolgen.
Selbstverständlich sollten Sie das Immunsystem Ihres Hundes stärken.
Dabei spielt das Futter eine große Rolle. 


Die Bedeutung der Ernährung bei Leishmaniose

Es versteht sich von selbst, dass bei einem mit Leishmaniose infizierten Hund vermehrt auf eine hochwertige Ernährung geachtet werden sollte. Das Immunsystem zu stärken ist von größter Bedeutung und dabei spielt die gute, hochwertige Ernährung eine große Rolle.
Da jeder Hund sehr individuell ist, sollten Sie auf die ganz individuellen Bedürfnisse Ihres Tieres eingehen.
Da Leishmanien besonders gerne die Niere angreifen, ist es wichtig, dass Ihr Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Von Trockenfutter ist bei Leishmaniose generell abzuraten, da es nicht nur dem Körper Flüssigkeit entzieht, sondern auch von der Zusammensetzung der Inhaltsstoffen minderwertig ist.
Kommt BARF-Nahrung für Sie nicht in Frage, so achten Sie darauf hochwertige Dosen* zu füttern, bei denen auf Gemüse und wertvolle Zusätze gesetzt wird.
Achten Sie darauf, dass das Dosenfutter alle Inhaltsstoffe einzeln auflistet. Deklarationen wie „tierische Nebenerzeugnisse“ weisen auf minderwertiges Futter hin.
Das Futter stellt die Basis für ein gesundes Hundeleben dar, sparen Sie nicht am falschen Ort. Ihr Hund wird es Ihnen danken.


Tierische Nebenerzeugnisse

Dieser Begriff des Futtermittelrechts umfasst nahezu alles, was nicht Muskelfleisch ist. Darunter fallen beispielsweise:
Haut, Schwarte, Hufe, Euter, Federn, Hörner, Hühnerköpfe-und füße, Wolle, Geschlechtsorgane, Gebärmutter, Eierstöcke, Hoden oder Därme samt Inhalt.


Sinnvolle tierische Nebenerzeugnisse

hierzu gehören: Pansen, Herz, Schlund, Leber, Hähnchenmägen, Niere, Karkassen, Lunge und Strossen


Wie lässt sich gegen Leishmaniose vorbeugen?

Wenn Sie vorhaben, Ihren Urlaub in einem der Risikoländer  für Sandmücken zu verbringen (gesamter Mittelmeerraum, Tropen und östliches Afrika), so besorgen Sie sich spezielle Halsbänder zur Abwehr von Mücken, oder tragen Sie Präparate auf, die Sie bei Ihrem Tierarzt erhalten, um diese Stechtiere abzuschrecken. Zusätzlich sollten Sie Spaziergänge vermeiden, wenn Sie merken, dass die Mücken besonders aggressiv sind.
Wollen Sie Ihren Hund jedoch 100% wirksam vor Leishmaniose schützen, so vermeiden Sie Urlaube in diesen Risikogebieten komplett und sehen Sie auch von der Anschaffung eines Hundes aus diesen Gebieten ab.
In den Mittelmeerländern soll es bald Abhilfe gegen diese Krankheit geben und in Form eines Impfstoffen soll vorgesorgt werden.
In Deutschland ist der Weg zum Impfstoff noch weit.


Fazit

Leishmaniose ist eine ernstzunehmende Infektionskrankheit.
Dennoch besteht kein Grund in Panik zu verfallen! Man kann die Krankheit heute sehr gut behandeln und ihr Hund kann trotz einer Leishmaniose noch ein langes und schönes Leben haben.
Wichtig ist jedoch die Symptome zu kennen. Bei den kleinsten Anzeichen sollte man sofort den Tierarzt aufsuchen. Er kann eine Diagnose stellen und die richtige Therapie einleiten.
Mit die beste und wichtigste Maßnahme ist eine gesunde Ernährung und die Vermeidung von Stress.


Noch eine Anmerkung von mir (der Inhaberin dieses Blogs) als klassischer Homöopathin

Wie bei allen chronischen Erkrankungen rate ich Dir, wenn Du die Diagnose Leishmaniose bekommen hast, zu einer erfahrenen Tierhomöopathin zu gehen.
Diese macht eine Anamnese und kann mit dem richtigen homöopathischen Mittel Deinen Hund unterstützen, eventuell die Symptome lindern oder dazu beitragen, dass weniger Medikamente notwendig sind.
Sogar eine vollständige Heilung der Krankheit mit Hilfe der Homöopathie ist möglich.


Das Immunsystem des Hundes kannst Du stärken, indem Du ihm Propolispulver* zum Futter gibst.
Lies Dir dazu doch meinem Beitrag „Honig und Propolis für Hunde“ durch.
Mehr zum Thema gesunde Ernährung findest Du auch in meinem Beitrag: „Eine gesunde Mahlzeit für einen Hund selbst zusammenstellen“.
Vielleicht interessiert Dich auch mein Beitrag über biologische Zeckenabwehr:
Zeckenspray mit Schwarzkümmelöl selbst herstellen

Gesundes Futter das ich für sehr empfehlenswert halte, findest Du hier:
Xantara*


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