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Optimales Futter für Welpen

Die artgerechte und gesunde Ernährung von Welpen und Junghunden im Wachstum

Foto: Vanessa Götz
Beitrag enthält Werbung und/oder affiliate Links (durch * gekennzeichnet)

Eine aufregende Zeit steht Dir bevor, denn ein Welpe zieht bei Dir ein.
Du freust Dich und möchtest natürlich von Anfang an alles richtig machen bei dem neuen Familienmitglied.
Neben vielen anderen Fragen stellt sich natürlich die eine wichtigste Frage: welches Futter, wie oft und in welche Mengen soll ich dem Kleinen geben um seine optimale Entwicklung zu gewährleisten und so die Voraussetzung für ein langes gesundes Hundeleben zu schaffen?
Diese Fragen werde ich Dir hier beantworten und Dir einen einfachen und übersichtlichen Wegweiser an die Hand geben.

Fütterung in den verschiedenen Lebensphasen


1. bis 5. Lebenswoche

In den ersten 5 Wochen werden die Welpen von der Mutter gesäugt.
Direkt nach der Geburt wird von der Hündin die Erstmilch gebildet, das sogenannte Kolostrum.
Diese Erstmilch enthält die Antikörper der Mutter und ist somit die Grundlage für ein intaktes Immunsystem der Welpen.
Die Antikörper, auch Immunglobuline genannt, schützen die Welpen in den ersten Lebenswochen vor den meisten Krankheitserregern in ihrer Umgebung. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit, oft sogar für die Überlebensfähigkeit der Welpen, von dieser Erstmilch zu trinken.
Innerhalb von 3 bis 5 Tagen verändert sich dann die Zusammensetzung der Muttermilch vom Kolostrum hin zur endgültigen Welpenmilch, die die Kleinen nun 4 bis 6 Wochen lang zu trinken bekommen.

Ab der 4./5. Woche fangen die Welpen langsam an, sich für feste Nahrung zu interessieren.
Es kann vorkommen, dass die Hündin ihr eigenes Futter hochwürgt und die Welpen dieses fressen.
Das ist ein ganz normaler Vorgang.
Auf diese Weise ernähren auch Wölfe ihre Welpen, denn der vorverdaute Nahrungsbrei ist für den noch nicht voll ausgebildeten Verdauungstrackt der Kleinen in diesem Alter genau das Richtige.
Man kann die Welpen das also ruhig fressen lassen, vorausgesetzt, die Mutter wird gesund ernährt. Auf keinen Fall Trockenfutter!
Wie ich in meinem Beitrag Trockenfutter oder Nassfutter ausgeführt habe, ist Trockenfutter generell nicht empfehlenswert.
Für Welpen ist es besonders fatal, denn die sollen ja erst noch eine intakte Darmflora aufbauen.
Jetzt fragst Du Dich sicher, welches Futter Du geben sollst.

Welches Futter ist gut für meinen Welpen?

Ein artgerechtes Futter ist frei von Zusatzstoffen, Konservierungsstoffen künstlichen Vitaminen, sonstigen synthetischen Zusatzstoffen, Zucker, Fleischmehl und sonstigen Abfällen die sich hinter schwammigen und unklaren Deklarationen wie zum Beispiel „Fleisch und tierische Nebenprodukte“ oder „Fette und Öle“ verbergen können.
Es wird in Lebensmittelqualität hergestellt, am Besten in Deutschland, denn hier sind die Kontrollen streng und zusätzlich haben wir den ökologischen Vorteil der kurzen Transportwege.
Ein sehr gutes Futter das diesen Ansprüchen genügt findest Du hier*.


Das Immunsystem der Welpen befindet sich noch im Aufbau und muss langsam an fremde Stoffe gewöhnt werden. Deshalb ist es ab der 4. Woche wichtig, zunächst nur eine Fleischsorte zu geben und neue Fleisch- oder Gemüsesorten immer im Abstand von einigen Tagen hinzuzufügen.
In Woche 4 und 5 fängst Du an, nur etwas Hühnchen pur anzubieten.
Die Welpen trinken immernoch bei der Mutter und sollen sich nur langsam an das Beifutter gewöhnen.

In Woche 6 kannst Du eine andere Fleischsorte anbieten.
Ab der 7. Woche bekommen die Welpen Fleisch, etwas Gemüse, Ei, Öl, eventuell etwas Quark oder Hüttenkäse und zwar ca. 60 Gramm pro kg Körpergewicht.
Immernoch so wenig, dass die Jungen noch bei der Mutter trinken.


2. bis 6. Lebensmonat

Ab der achten Lebenswoche lässt die Mutter die Kleinen kaum noch trinken.
Die Ration für die Kleinen sollte jetzt 6% ihres Körpergewichts pro Tag ausmachen.
80% des Futters ist Fleisch, der Rest Obst, Gemüse, Öl, eventuell etwas Ei, Quark und Honig.
Auch Kräuter können nun in kleinen Mengen beigemischt werden.
Der Welpe erhält 4 bis 5 Mahlzeiten pro Tag.

6. bis 9. Lebensmonat

Die Futtermenge wird nun auf 3-4% des Körpergewichtes reduziert, der Pflanzliche Anteil der Mahlzeiten steigt auf ca. 30%.
Es genügen nun 3 Mahlzeiten pro Tag.


9. bis 12. Lebensmonat

Der Welpe hat nun schon fast sein Endgewicht erreicht und die Futtermenge wird auf ca. 3% des Körpergewichtes reduziert.
Der Anteil der pflanzlichen Bestandteile steigt auf 30-40%


Ab dem 12. Lebensmonat

2-3% vom Körpergewicht des Hundes gelten als ideale Futtermenge für einen ausgewachsenen Hund.
Natürlich sind die Mengenangaben hier nur Richtwerte.
Wie Du das Futter für Deinen Hund genau zusammenstellst, kannst Du auch in meinem Beitrag „Eine gesunde Mahlzeit für einen Hund selbst zusammenstellen“ nachlesen.
Die Futtermenge muss an den Allgemeinzustand und die Aktivität des Welpen angepasst werden. Gerade im Wachstum ist eine Überversorgung mit Nährstoffen genauso schlecht wie eine Unterversorgung.


Braucht der Welpe ein spezielles Welpenfutter?

Nein, das ist völlig unnötig.
Welpenfutter ist nur ein Marketingtrick, genau wie spezielles Futter für unterschiedliche Hunderassen.
Der Verdauungstrackt ist bei allen gleich. Welpen brauchen einfach nur mehr Futter im Verhältnis zum Körpergewicht als erwachsene Hunde.
Anstatt den Versprechungen der Werbung zu glauben, sollte man sich lieber am Vorbild der Natur orientieren.
Ein Welpe wird gesäugt und frisst danach das gleiche wie die Mutter.
Wichtig ist nur, dass in dem Futter Fleisch enthalten ist und kein Abfall, Gemüse und hochwertiges Öl anstatt künstliche Vitamine.


Gelenkerkrankungen vorbeugen

Besonders bei Welpen großer Rassen ist es wichtig, von Anfang an einige Regeln zu beachten, damit man das Risiko von Gelenkerkrankungen möglichst gering hält.
Die 4 wichtigsten Regeln sind:

  • Vermeiden von extremer Belastung gerade bei Welpen
  • Zu schnelles Wachstum vermeiden
  • Überversorgung mit Nährstoffen vermeiden
  • Die Entwicklung der Gelenke mit natürlichen Stoffen unterstützen


Wie mache ich das?

Geh am Anfang, wenn er noch ganz klein ist, noch nicht zu lange mit ihm spazieren.
Lass ihn nicht aus großer Höhe herunterspringen, auch nicht aus dem Auto.
Kein Extremsport.

Gib ihm kein industrielles Fertigfutter. Das enthält zu viele künstlich zugesetzte Mineralstoffe. Davon wächst Dein Welpe zu schnell. Besser ist wie schon gesagt ein Futter ohne jegliche Zusätze*.

Wenn Du einen Welpen einer großen Rasse hast, empfehle ich Dir von Anfang an ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel mit Grünlippmuschelpulver, Hagebutte und Lebertran.
Das trägt dazu bei, dass sich die Gelenke optimal entwickeln.
Ich empfehle Dir dieses Produkt:

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Wenn Du noch nach einem guten Erziehungsratgeber für den kleinen Racker suchst, kann ich Dir das Buch von Nicole Hoefs und Petra Führmann empfehlen. Erschienen im Kosmos Verlag.
Dieser Klassiker begleitet mich schon lange und ich habe schon viel daraus gelernt und umgesetzt bei meinen eigenen Hunden.
Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut und die Übungen sind hervorragend beschrieben, sodass man es sofort und mit Erfolg umsetzen kann.
Es beginnt mit den absoluten Grundlagen und deckt alle Bereiche von Erziehung, Training, Bindung, Hundeverhalten und Psychologie, Spiel und Alltag ab.
Der Welpenerziehung ist ein extra Kapitel gewidmet, Du brauchst also nur dieses eine Buch.
Ein lesenswerter Klasiker der in das Bücherregal jedes Hundehalters gehört.

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Diese Welpen Spiele Box von Alexandra Taetz finde ich auch sehr gelungen.
Es ist ein kleiner Futterbeutel in Welpengröße dabei und sehr gute Anleitungen. Mit diesen Ideen kannst Du spielerisch die Grundlage für einen gut erzogenen und sozialisierten Hund legen. Frau Taetz ist studierte Tierpsychologin und liefert hier eine sehr schöne und wertvolle Anleitung zum Spielen mit Welpen:

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