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Ist mein Hund zu dick?

Foto: pixabay.com, Tomasz Mikolajczyk
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Übergewicht beim Hund

Übergewicht ist unter Hunden in unserer westlichen Gesellschaft genauso verbreitet wie unter Menschen.
Genau wie bei uns Menschen auch, kann es unangenehme Folgen für die Gesundheit haben und es beeinträchtigt das Wohlbefinden auf verschiedene Weise.
Woran Du erkennst, ob Dein Hund zu dick ist und was Du dagegen tun kannst erfährst Du im folgenden Blogbeitrag.


Woran erkennst Du ob der Hund zu dick ist?

Es gibt drei Merkmale an denen Du erkennst, ob Dein Hund zu dick ist.
Zum einen sollten die Rippen unter seinem Fell leicht spürbar sein, wenn Du seitlich über seinen Brustkorb streichst.
Wenn Du Deinen Hund von oben betrachtest, sollte hinter dem Brustkorb eine Taille zu sehen sein. Das heißt, da wo die Rippen aufhören soll der Hund schmaler sein als vorne an der Brust.
Ja, das gilt auch für Bulldoggen und Möpse und ist auch bei diesen Rassen sehr wohl möglich und gesünder für den Hund 😉
Das dritte Merkmal siehst Du von der Seite, aber nur wenn Dein Hund nicht allzuviel Fell hat.

Etwa so sollte die Seitenlinie des Hundes idealerweise aussehen

Der Bauch sollte hinter dem Brustkorb nach oben gezogen sein.
Hängt der Bauch auf der gleichen höhe wie der Brustkorb oder sogar noch tiefer, ist Dein Hund definitiv zu dick und muß abspecken.

Natürlich ist es bei Hunden mit sehr viel Fell oft schwierig, die körperlichen Merkmale zu beurteilen. Hier kann es helfen den Hund im nassen Zustand genau anzuschauen und zu betasten.
Du kannst Deinen Hund regelmäßig wiegen um Veränderungen festzustellen und das Gewicht mit anderen Hunden seiner Größe und Statur vergleichen. Bei kleinen Hunden kann schon ein Pfund zu viel die Lebensqualität einschränken.
Außerdem solltest Du auf sonstige Anzeichen achten wie Kurzatmigkeit, schwerfällige Bewegungen, wenig Ausdauer bei Spaziergängen, keine Lust zum Toben und Schwierigkeiten beim Aufstehen.


Ursachen von Übergewicht

Die Hauptursache von Übergewicht beim Hund ist: zu viele Kohlenhydrate.
Trockenfutter ist somit der Hauptverursacher von Übergewicht und zwar aus zwei Gründen.
Um Trockenfutter herstellen zu können ist es erforderlich, dass der Stärkeanteil recht hoch ist, weil die Kroketten sonst auseinanderfallen würden. Die kohlenhydrathaltigen Anteile dienen sozusagen als Kleber für die Trockenfutterbröckchen.
Der zweite Grund ist, dass Trockenfutter bei einer relativ geringen Menge sehr viel Energie liefert.
Die paar Krümelchen sehen im Napf so wenig aus und dem Hund kommt es bei Fressen auch so wenig vor.
Hinzu kommt, dass die Fütterungsempfehlungen auf den Verpackungen auch oft sehr großzügig berechnet sind.
Oft kommen Hundebesitzer zu mir in die Hundepension mit einem kugelrunden Hund. Wenn ich dann vorsichtig nachfrage, was der Hund denn zu fressen bekommt, höre ich oft die Antwort: „Nur so viel wie auf der Packung steht“.
Bitte wende Deinen gesunden Menschenverstand an und gib dem Hund nicht einfach das, was auf der Packung steht, sondern passe die Fütterung an seinen individuellen Bedarf und seinen Kalorienverbrauch an.


Folgen von Übergewicht beim Hund

Ist ein Hund dauerhaft zu dick, kann das genau wie bei uns Menschen gravierende Folgen für seine Gesundheit haben.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind als Folge von Übergewicht zu nennen, Diabetes mellitus, Organerkrankungen wie zum Beispiel Fettleber und natürlich auch Gelenkerkrankungen.
Besonders bei großen Hunden ist es sehr wichtig, genau auf das Gewicht zu achten, denn hier zählt gerade im Alter jedes Kilo. Je mehr Gewicht der Hund dann mit sich herumschleppt, desto größer das Risiko für Arthrose, also chronischer Verschleiß der Gelenke, der sehr schmerzhaft sein kann.


Was tun wenn der Hund zu dick ist?

Wenn Dein Hund abnehmen muss, stellt sich Dir natürlich die Frage: Wie mache ich das am Besten ohne dass der Hund hungert?
Wenn Dein Liebling jetzt den ganzen Tag vor seinem Napf stehen und Dich dabei traurig ansehen würde, wäre das Projekt höchstwahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt.
Deshalb habe ich einige Tipps für Dich, wie Ihr die Diät ohne Hungern hinbekommt.

Mein wichtigster Tipp: Wenn Du bis jetzt Trockenfutter gefüttert hast, stelle den Hund auf ein hochwertiges Nassfutter* mit einem hohen Fleischanteil um. Allein schon die Reduktion des Kohlenhydratanteils auf ein für den Hund gesundes Maß wird Euch Erfolge bringen.
Außerdem hat Nassfutter den großen Vorteil, dass die Portion die im Napf und somit auch im Magen landet größer ist. Der Hund frisst länger daran und es ist für ihn ein wesentlich befriedigenderes Erlebnis, weil es seiner natürlichen Ernährung näher kommt als die trockenen Kekse.
Ich empfehle ein Futter zu wählen, das frei von künstlichen Zusätzen ist und auf dem die Zutaten alle voll deklariert sind, dann gibt es auch keinen versteckten Zucker. Außerdem können die Konservierungsstoffe, die in den meisten Futtersorten enthalten sind die Gewichtsabnahme verhindern.
Ein empfehlenswertes Nassfutter findest Du hier in meinem Shop:

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In den meisten Fällen genügt es, auf dieses gesunde Futter umzustellen und sich bei der Menge nach den Herstellerangaben zu richten.
Wenn der Hund stark übergewichtig ist, dann lege bei der Rationsberechnung sein Zielgewicht zugrunde und nicht sein jetziges Gewicht.

Beispiel: Ein Labrador wiegt 40 Kilogramm, sollte aber 30 Kilogramm wiegen. Dann gibst Du ihm die Futtermenge die für einen Hund mit 30 Kilogramm angemessen ist. Das sind bei einem hochwertigen Nassfutter etwa 2 bis 3 Prozent vom Körpergewicht, je nach Energiebedarf und Aktivität des Hundes. Also 600 bis 900 Gramm pro Tag. Hochwertiges Futter erkennst Du unter anderem auch dran, dass die Fütterungsempfehlung auf der Dose diesen 2 bis 3 Prozent entspricht. Soll der Hund laut Herstellerangaben wesentlich mehr davon fressen um seinen Bedarf zu decken, dann ist das ein Zeichen, dass das Futter aus minderwertigen Rohstoffen besteht.


Diät ohne zu hungern

Wenn Du das Gefühl hast, der Hund hat während seiner Diät ständig Hunger, weil Du ihm vorher eine größere Menge gefüttert hast, dann kannst Du seine Ration ganz leicht mit einem frischen und gesunden Gemüsepüree pimpen.
Das mögen die meisten Hunde, es ist sehr gesund und füllt den Magen.
Hierfür eignen sich zum Beispiel Fenchel, Sellerie, Zucchini, Karotten, Salatgurken, Blattsalate, Pastinaken oder rote Beete.
Schneide das Gemüse in grobe Stücke und püriere es dann mit etwas Öl und Wasser im Mixer. Das Öl ist wichtig, weil der Hund nur so die fettlöslichen Vitamine in dem Püree auch aufnehmen kann.


Diätfutter

Die Futtermittel, die als Diät für Hunde verkauft werden sind meistens aus minderwertigen Rohstoffen und enthalten viel zuviel Getreide. Hier wurde eine längst veraltete und überholte Sichtweise zugrunde gelegt, nämlich, dass Fett fett macht. Das stimmt aber weder in Bezug auf den Menschen noch in Bezug auf den Hund.
Gutes Fett ist sehr wichtig für die Gesundheit, während ein Hund auf Kohlenhydrate fast komplett verzichten kann.
In der natürlichen Ernährung des Wolfes spielen sie nur eine untergeordnete Rolle.
Diätfutter für Hunde zu kaufen würde ich Dir nicht empfehlen, das klappt genauso wenig wie Lightprodukte für Menschen.
Heute weiß man, dass sie ungesund und sinnlos sind, deshalb sind sie auch schon wieder weitgehend aus den Supermärkten verschwunden.
Lege lieber Wert auf gesunde, artgerechte Ernährung in einer angemessenen Menge.


Leckerchen und Kausnacks

Wenn Du mit Deinem Hund trainierst, möchtest Du ihn vielleicht mit kleinen Leckerchen belohnen. Das ist auch völlig in Ordnung und es wird den Diäterfolg nicht gefährden, wenn Du dabei zwei Regeln beachtest.

  1. Greife zu naturbelassenen Trainingssnacks die nur aus getrocknetem Fleisch bestehen und lass die Finger von allem was Getreide oder Zucker enthält. Am besten es enthält nur eine einzige Zutat und zwar getrocknetes Fleisch. Du kannst Fleischstreifen kaufen und dann in kleine Stückchen schneiden oder einfach Minitrainingssnacks* aus getrocknetem Fleisch kaufen.
  2. Wiege die Trainingssnacks jeden Morgen ab und ziehe das Gewicht von der Tagesration Nassfutter ab.

Auch Kauartikel darf der Hund natürlich haben, hier solltest Du aber auch darauf achten, seine normale Ration entsprechend zu kürzen.
Er bekommt dann also einfach etwas weniger Dosenfutter.
Kauen ist wichtig für das Gebiss und die Kaumuskulatur und das Wohlbefinden Deines Hundes. Außerdem reinigt es die Zähne und beugt Zahnstein vor. Aber auch hier gilt: nicht überteiben.
Es genügt, wenn Dein Hund 2 bis 3 mal pro Woche einen harten Kauartikel bekommt auf dem er herumnagen kann. Empfehlenswerte Kauartikel findest Du hier:

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Abnehmen und Bewegung

Regelmäßige, moderate Bewegung ist wichtig und unterstützt natürlich den Diäterfolg.
Auch hier gilt aber: nicht übertreiben.
Ist Dein Hund dick und bequem geworden, dann steigere die Länge Eurer Spaziergänge allmählich.
Keinesfalls solltest Du jetzt auf die Idee kommen, plötzlich eine Fahrradtour oder Inlineskaten mit ihm zu praktizieren ohne ihn vorher langsam da hin zu trainieren. Das kann Deinen Hund leicht überfordern und ihm sogar schaden. Also mach lieber einen Plan und steigere die Dauer und Geschwindigkeit über die kommenden Wochen kontinuierlich aber langsam.
Dann wirst Du schon bald eine Steigerung seiner Ausdauer und Fitness feststellen.

Ich hoffe, ich konnte Deinem Hund mit diesem Beitrag zu mehr Gesundheit und Fitness verhelfen.
Wenn er Dir gefallen hat, dann teile ihn doch mit Deinen Freunden!
Teilen ist das Trinkgeld für die Bloggerin. 🙂
Ich würde mich freuen.

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